Tuesday, March 29, 2016

Weidenfeller: Wechsel ins Ausland kein Thema mehr




Roman Weidenfeller plant, das Ende seiner aktiven Karriere bei Borussia Dortmund zu erleben. In einem Interview erklärte der Torwart-Routinier, dass er mit einem Wechsel ins Ausland inzwischen abgeschlossen habe. "Schuld" daran trägt die Familie.
Seit 2002 spielt Weidenfeller in Dortmund, und in dieser Zeit hat der inzwischen 35-Jährige viel erlebt. "Ich habe die komplette Entwicklung des Klubs mitgemacht: von einem Topklub zu einem Fast-Absteiger und einer Fast-Insolvenz bis hin zum Doublesieger und zum aktuell besten Tabellenzweiten aller Zeiten. Und ich hatte stets eine wichtige Rolle", sagte Weidenfeller im Interview mit den "Ruhr Nachrichten" (Dienstagsausgabe).
Seine Rolle beim BVB hat sich in den vergangenen Monaten allerdings geändert. Bereits in der Endphase der Ära Jürgen Klopp war Weidenfeller nicht mehr unumstritten. In dieser Saison verlor er dann unter Thomas Tuchel dauerhaft seinen Platz als Nummer 1 der Westfalen an Neuzugang Roman Bürki. Während der Schweizer in der Regel in der Liga und im Pokal den Vorzug erhält, steht Weidenfeller in der Europa League meist zwischen den Pfosten.
Anfang Februar hatte Weidenfeller seinen ursprünglich zum Saisonende auslaufenden Vertrag in Dortmund um ein Jahr verlängert. Wie es weitergeht, wenn sein neues Arbeitspapier zum 30. Juni 2017 ausläuft, ließ der frisch gebackene Familienvater im Interview offen. "Grundsätzlich glaube ich, dass man als Profi so lange wie möglich spielen sollte. Es gibt schließlich nichts Schöneres. Was aber im nächsten Sommer passiert, kann ich jetzt noch nicht einschätzen", sagte Weidenfeller: "Sollten der Verein, die Mannschaft und der Trainer mich dann noch brauchen, kann ich mir vieles vorstellen - sofern ich noch fit bin. Das ist die Grundvoraussetzung."
Eines aber spielt in den Überlegungen des ehemaligen Nationalspielers, der 2014 mit dem DFB-Team in Brasilien Weltmeister wurde, offenbar keine Rolle mehr: ein Wechsel ins Ausland. Auf die Frage, ob sich das Thema durch die Geburt seines Sohnes erledigt habe, antwortete Weidenfeller: "Ja, aber eigentlich hatte ich damit auch schon vor seiner Geburt abgeschlossen. Als Lisa dann schwanger war, war endgültig klar, dass wir hier in Dortmund bleiben wollen. Wir haben hier unser Haus, unseren Freundeskreis. Deshalb wollten wir auch hier unsere Familie aufbauen."

Bundesliga-Transfermarkt - Die heißesten Gerüchte: Aubameyang, Soriano, Süle

Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund) - Bildquelle: 2016 Getty Images


Real Madrid soll mit einem Angebot über 70 Millionen Euro für Pierre-Emerick Aubameyang beim BVB abgeblitzt sein. Das berichtet die "AS". Nun hat Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dem Stürmer ein Preisschild verpasst: "Wenn irgendwann wirklich ein Angebot über 100 Millionen oder 120 Millionen für ihn kommt, dann werden wir darüber diskutieren. Am liebsten wollen wir ihn aber über 2020 hinaus halten...

Neue Real-Attacke auf BVB-Star Aubameyang




Jetzt machen die Königlichen im Kampf um Dortmunds Stürmer-Star Pierre-Emerick Aubameyang (26/Vertrag bis 2020) offenbar ernst. Wollen den BVB mit einem „unmoralischen Angebot“ ködern …
70 Millionen plus Morata: Neue Real-Attacke auf Aubameyang!
Die spanische Sportzeitung „AS“ berichtet jetzt, wie der Super-Deal zwischen dem Ronaldo-Klub und Borussia laufen soll: Alvaro Morata (23) wird den Dortmundern zum Tausch mit Top-Torjäger Aubameyang angeboten. Zudem sollen neben dem Spanier noch rund 70 Millionen Euro Ablöse fließen.

VergrößernFußballspieler Alvaro Morata
Alvaro Morata im Juve-Trikot

Foto: Getty Images
Morata war 2014 für 20 Millionen von Madrid zu Juventus Turin gewechselt. Der spanische Nationalspieler hat bei den Italienern zwar noch Vertrag bis 2020. Champions League-Halbfinalist Real aber hat sich eine Rückkauf-Option gesichert. Die besagt: Entweder in diesem oder spätestens im Sommer 2017 kann Real den Knipser für festgeschriebene 30 Mio zurückholen.
Aubameyang versucht zwar, die schon seit Wochen kursierenden Real-Gerüchte weg zu wischen. Eine angebliche Einigung mit Madrid bezeichnete er erst unlängst „Bullshit“ …
Morata war auch unter Ex-Trainer Jürgen Klopp (48) schon Thema in Dortmund. Zuletzt betrieb der Stürmer beim Champions League-Achtelfinale gegen Bayern (2:2, 2:4) Eigenwerbung, war in beiden Spielen an je zwei Treffern beteiligt.
Beim BVB wird‘s jetzt also nicht nur in Euro-League und im DFB-Pokal richtig spannend. Zumal soll Auba seinem Opa 2014 an dessen Sterbebett versprochen haben: „Irgendwann spiele ich für Real.“

Monday, March 28, 2016

Sahin, Kagawa und Co: Warum die Spieler, die den BVB verlassen immer wieder zurückkehren




Rückkehrer gibt es im Fußball zuhauf. Spieler, die sich auf ein Abenteuer einlassen, den nächsten Schritt in der Karriere wagen möchten und nach zwei oder drei Jahren den gescheiterten Versuch abbrechen um wieder in das wohlige Umfeld des Ex-Vereins zurückzukehren. Im Falle von Borussia Dortmund ist dies nichts ungewöhnliches. Shinji Kagawa hat diese Erfahrung gemacht, Nuri Sahin ebenfalls. Nun könnte es im Sommer einen neuen Rückkehrer geben. 

​Die Südtribüne bebt. Ein Schwarz-Gelbes Meer türmt sich auf. Eine gewaltige Woge der Ekstase schwappt über die restlichen Ränge. Freude, Gefühle, Adrenalin pur. Spannung liegt in der Luft. Kaum ein Stadion lebt den Fußball so wie der Signal-Iduna-Park in Dortmund. Gefürchtet bei der Konkurrenz in der Bundesliga, geliebt in Europa für die wohl beste Stimmung. Fast 25.000 Menschen fasst die Stehplatztribüne. 30.000 sind es beispielsweise in Leverkusen im gesamten Stadion.


FBL-GER-BUNDESLIGA-DORTMUND-TUCHEL


Kein Wunder, dass man als Spieler gerne das Borussen-Trikot trägt. Und sich immer an die Zeit in Schwarz-Gelb erinnert. Die Anhänger aus Dortmund lieben und leben ihren BVB. Samstags um 15:30 Uhr steht das Leben in der westfälischen Stadt still. Überall herrscht schweigsame Ruhe. Nur in der Strobelallee 50 tobt es.

Die fetten Jahre kommen erst noch

Nach den turbulenten Jahren Anfang der 2000er, als die Borussia finanziell eine schwere Breitseite erlitt, stabilisierte sich der BVB in den folgenden Jahren und wuchs zur zweiten Macht hinter dem FC Bayern heran. Die Verantwortlichen um Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke wirtschaften nachhaltig und sehr bewusst. "Unaufgeregt" beschreibt die neue Philosophie wohl am prägnantesten.


Borussia Dortmund v FC Bayern Muenchen - Bundesliga


Selbst der katastrophale Start in die Saison 2014/15 ließ den Verein nicht kopflos umher rennen. An Trainer Jürgen Klopp wurde festgehalten, bis dieser sich selbst zu einem Rücktritt entschied. Hier zeigt sich die große Kompetenz der Vereinsführung, mit Thomas Tuchel wurde eine optimale Lösung gefunden. Wenn nicht sogar "die" optimale Lösung.

Der Wohlfühlfaktor im ganzen Verein ist sehr groß. Fans reagieren hart aber zumeist sehr fair, sehen ihren Idolen auch eine schlechte Leistung nach. Vor allem sensible und introvertierte Spieler, die besonderer Pflege bedürfen, fühlen sich rund um den Signal-Iduna-Park wohl.

Wo, wenn nicht in Dortmund?

Spieler, die im Verein zu internationalen Größen reiften, kehrten auch aus diesem Grund gerne zum BVB zurück, nachdem sie sich dem großen Konkurrenzkampf in den Top-Ligen gestellt haben. Das bekannte Umfeld, der überaus menschliche Umgang und die Treue der Fans ziehen Rückkehrer in Dortmund magisch an.

Im Sommer könnte mit Mario Götze abermals ein großer Spieler aus Dortmunds Jugend wieder zum Herzensverein stoßen. Der "Ur-Dortmunder" kommt bei den Bayern bekanntlich nicht über den Status des ambitionierten Ersatzspielers hinaus. Von einer Rückkehr verspricht er sich wohl einen neuen Karriereschub.

Wo, wenn nicht in Dortmund könnte man einen Neuanfang besser inzinieren. Im Falle des Mario Götze würden nur die treuen Fans auf eine harte Probe gestellt, der Abschied zur Konkurrenz ist immer noch nicht verziehen. Für ihn könnte sich der "Wohlfühlklub" also auch zur verteufelten Situation entwickeln. Dann bebt die Südtribüne aus einem ganz anderen Grund.